Veröffentlicht am
Es ist dieser eine Samstag im Januar, an dem Münchens Nord-Westen schon vor Sonnenaufgang hellwach ist. Während die Stadt noch schläft, herrscht am ZOB an der Hackerbrücke Ausnahmezustand. Hunderte motivierte Skifahrer, das Klappern von Skischuhen und die Vorfreude auf den perfekten Tag im Schnee – die 95.5 Charivari Powdergaudi ist mittlerweile Kult.
Ich begleite dieses Event schon seit Jahren als DJ, und das Prinzip ist so simpel wie genial: Rein in die Busse, ab in die Berge, Vollgas auf der Piste und zum krönenden Abschluss die legendäre Après-Ski-Party, bevor es gemeinsam zurück nach München geht. Doch 2026 war alles anders.

Abschied von Kitzbühel – Hallo Pitztal!
Jahrelang war Kitzbühel unser „Wohnzimmer“. Ich habe dort meistens in einem urigen Stadel am Fuße des Berges aufgelegt. Das hatte Charme, keine Frage. Aber dieses Jahr haben wir ein neues Kapitel aufgeschlagen: Es ging ins Pitztal zum Hochzeiger.
Der größte Gamechanger? Das Setting. Statt im Tal zu feiern, fand die Party diesmal mitten im Skigebiet statt – an der Mittelstation (Zeigerrestaurant) auf rund 2.000 Metern.

Stell dir vor: Du stehst am Mischpult, hinter dir das massive Bergpanorama, die Sonne sinkt langsam hinter die Gipfel und vor dir hunderte Hörer, die nach einem Skitag so richtig Bock auf Eskalation haben. Das Flair war ein völlig anderes – viel freier, alpiner und die Stimmung durch die dünnere Bergluft (oder vielleicht auch das Panorama) noch einen Tick euphorischer.
Warum ich nicht im Hörer-Bus sitze
Viele fragen mich immer: „Warum fährst du eigentlich nicht direkt morgens um 06:30 Uhr mit den anderen im Bus mit? Du liebst Skifahren doch!“
Ganz ehrlich: Ich würde liebend gerne mit den Hörern die erste Spur ziehen. Aber als DJ bei der Powdergaudi ist mein Job nicht nur das „Plattenauflegen“. Ich bin Animateur, Stimmungsmacher und Energiequelle für mehrere Stunden Dauerfeuer. Wenn ich vorher schon fünf Stunden die Pisten runtergejagt wäre, würde mir am Nachmittag schlicht die Energie fehlen.
Deshalb fahre ich meist etwas später mit den ehemaligen Kollegen von 95.5 Charivari nach. Auch wenn ich heute als Freelancer arbeite, fühlt sich die Crew immer noch wie Familie an. Wir nutzen die Fahrt für den Austausch und ich sammle die Energie, die ich dann an den Decks wieder rauslasse.
Erschöpft, happy und voller Eindrücke
Nach der Party geht es dann für alle gesammelt zurück. Wenn wir abends wieder in München ankommen, bin ich meistens völlig platt – aber dieses „gute“ Erschöpft-Sein. Die Mischung aus Bergluft, der Energie der Crowd und dem großartigen Team von 95.5 Charivari ist jedes Jahr mein persönliches Winter-Highlight.
Das neue Setting am Hochzeiger war ein voller Erfolg. Das Feedback der Hörer war eindeutig: Die Aussicht an der Mittelstation hat dem Event noch einmal eine ganz andere Qualität gegeben.
Du willst sehen, wie die Stimmung oben am Berg war? Schau auf meinem Instagram-Profil vorbei. Dort habe ich ein paar Eindrücke gepostet.

